Äpfel
Hier findest du eine Auflistung der Apfelsorten in meiner Baumschule. Durch Klicken auf die Sortennamen kannst du dir den Steckbrief der einzelnen Sorten anschauen. Moderne Marktsorten wirst du hier nicht finden. Die jüngste ist 1964 gezüchtet worden; die Älteste hat schon 350 Jahre auf dem Buckel.
Alkmene
Alkmene
Herkunft: 1961, Kreuzung aus ‚Geheimrat Dr. Oldenburg‘ x ‚Cox’s Orangenrenette‘
Baumbeschreibung: dichte Krone, breitpyramidal, kurztriebig.
Wuchsstärke: mittelstark, für Streuobst geeignet.
Blüte: früh, sehr frostempfindlich
Pflückreife: Anfang – Mitte September
Fruchtbeschreibung: klein bis mittelgroß, rundlich, Grundfarbe goldgelb, Deckfarbe ziegelrot gestreift, gelbes Fruchtfleisch.
Geschmack: süß, zartsäuerlich, aromatisch, saftig, fest.
Ertragswert: früh und regelmäßig, alternierend.
Krankheitsanfälligkeit: sehr gesund, wenig anfällig für Mehltau, Stippe und Schorf.
Boskoop, Schöner von
Boskoop
Herkunft: Holland 1856, Zufallssämling
Baumbeschreibung: große, breitausladende Krone, stabiles, harmonisch wachsendes Astwerk.
Wuchsstärke: sehr stark
Blüte: mittelfrüh, frostgefährdet.
Pflückreife: Mitte Oktober – Anfang November
Fruchtbeschreibung: mittel bis groß, flachkugelig, trockene Fruchtschale, grünlichgelb berostet, Deckfarbe orangerot.
Geschmack: angenehm erfrischend, säuerlich, saftig, süß, hoher Säure- und Zuckergehalt.
Ertragswert: spät einsetzend, mittel bis hoch, alternierend.
Krankheitsanfälligkeit: leicht anfällig für Schorf, Stippe und Mehltau.
Celler Dickstiel
Celler Dickstiel
Herkunft: um 1840 in Laage in Mecklenburg entstanden, in Celle getestet und vermehrt.
Baumbeschreibung: gute Streuobstsorte, mittelgroße Bäume, die auch noch auf leichtem Sandboden gedeihen.
Wuchsstärke: mittelstark
Blüte: sehr spät
Pflückreife: Mitte – Ende Oktober
Fruchtbeschreibung: rund, mittelgroß, Grundfarbe grüngelb, Deckfarbe orange, rot, auffällig marmoriert, Fruchtfleisch weiß.
Geschmack: süßsäuerlich, saftig
Ertragswert: regelmäßig, hoch
Krankheitsanfälligkeit: geringe Schorfanfälligkeit, Stippe und Mehltau.
Discovery
Herkunft: England 1964, Kreuzung aus ‚Schöner aus Bath‘ x ‚Worchester Parmäne‘
Baumbeschreibung: kleinere, viel verzweigte Krone mit kompakter Wuchsform
Wuchsstärke: mittelstark
Blüte: mittelspät, wenig frostgefährdet
Pflückreife: Mitte August – September
Fruchtbeschreibung: klein bis mittelgroß, flachrund, Deckfarbe leuchtend rot
Geschmack: fruchtig süß, Kinderapfel
Ertragswert: gering bis mittelmäßig
Krankheitsanfälligkeit: etwas Stippe
Finkenwerder Herbstprinz
Finkenwerder Herbstprinz
Herkunft: Um 1860 auf der Elbinsel Finkenwerde in Hamburg entdeckt.
Baumbeschreibung: mittelgroße Streuobstorte, die zu hängendem Wuchs neigt.
Wuchsstärke: mittelstark bis stark
Blüte: mittelfrüh
Pflückreife: Anfang – Mitte Oktober
Fruchtbeschreibung: Grundfarbe trüb grüngelb, Deckfarbe schwach bis stärkere dunkelrote Streifen. Frucht hat Glockenform, Fleisch fest weißgelb.
Geschmack: süßsäuerlich, angenehm gewürzt
Ertragswert: früh, reich und regelmäßig
Krankheitsanfälligkeit: nicht anfällig bei günstigen Standort- und Bodenverhältnissen.
Glockenapfel
Glockenapfel
Herkunft: altes Land
Baumbeschreibung: mittelgroße Krone mit steil wachsenden jungen Ästen, die gut verzweigen, im Inneren aber verkahlen.
Wuchsstärke: in der Jugend stark, dann nachlassend
Blüte: mittelfrüh, wenig frostanfällig
Pflückreife: Oktober
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, glockenähnlich, kantig, Grundfarbe gelb, Deckfarbe rote Backe, Fruchtfleisch weiß und fest.
Geschmack: saftig, angenehmes Zucker-Säureverhältnis, aromatisch
Ertragswert: früh, mittel – hoch, alternierend
Krankheitsanfälligkeit: anfällig für Mehltau, Schorf, Krebs und Blattläuse.
Gravensteiner
Gravensteiner
Herkunft: unsicher, seit 1669 in Schleswig Holstein und Dänemark bekannt.
Baumbeschreibung: steil und schräg aufrecht wachsende Leitäste, breit ausladende Krone mit hängendem Fruchtholz.
Wuchsstärke: stark bis sehr stark
Blüte: früh, frostanfällig
Pflückreife: Ende August – Mitte September, sehr druckempfindlich
Fruchtbeschreibung: groß, breitkugelig, kantig, wulstig, Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe rot streifig.
Geschmack: ser saftig, süßweinsäuerlich, sehr edles Nussaroma.
Ertragswert: spät einsetzend, hoch, alternierend
Krankheitsanfälligkeit: Stippe, Schorf und Mehltau.
Holsteiner Cox
Holsteiner Cox
Herkunft: Vom Lehrer Vahldick um 1920 in Eutin aus Samen von ‚Cox Orange‘ gezogen.
Baumbeschreibung: große Krone, breit ausladend, Leitäste flach, Neigung zur Hohlkrone.
Wuchsstärke: stark bis sehr stark
Blüte: mittelfrüh, mittelempfindlich bei Frost
Pflückreife: Mitte September – Mitte Oktober
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, rund, Grundfarbe goldgelb, Deckfarbe sonnenseits kräftig orangerot. Fruchtfleisch gelb.
Geschmack: saftig, feinsäuerlich, würzig, aromatisch
Ertragswert: spät, hoch, alternierend
Krankheitsanfälligkeit: Holzfrostempfindlich, etwas anfällig für Krebs, Mehltau und Schorf.
Jakob Fischer
Jakob Fischer
Herkunft: Zufallssämling, um 1903 vom Landwirt J. Fischer in Rottum / Baden Würt-temberg gefunden.
Baumbeschreibung: sehr große kräftige Bäume mit harmonisch wachsenden Gerüstästen. Der „Oeschberg-Baum“.
Wuchsstärke: stark bis sehr stark
Blüte: früh
Pflückreife: Ende August – Mitte September, druckempfindlich
Fruchtbeschreibung: groß, sehr einheitlich, gelbe Schale mit roten Streifen. Fruchtfleisch grünlichweiß
Geschmack: sehr saftig, feinsäuerlich
Ertragswert: früh und hoch, toller Saftapfel
Krankheitsanfälligkeit: auf schweren und nassen Böden krebsanfällig.
James Grieve
James Grieve
Herkunft: Um 1880 von James Grieve in Edinburgh / Schottland aus Samen gezogen.
Baumbeschreibung: Krone breitpyramidal, gedrungen, gering verzweigt.
Wuchsstärke: zunächst mittelstark, später ertragsbedingt schwach.
Blüte: mittelfrüh, lang anhaltend, wenig anfällig für Frost und Wind.
Pflückreife: Anfang September, druckempfindlich
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, kugelig, Grundfarbe reif zitronengelb, Deckfarbe sonnenseits rot gestreift, glänzend.
Geschmack: saftig, würzig, fein säuerlich
Ertragswert: früh, hoch, regelmäßig, Fruchtausdünnung empfohlen.
Krankheitsanfälligkeit: widertandsfähig gegen Schorf, anfällig für Monilia, Feuerbrand, Blatt- u. Blutlaus und Krebs.
Karmijn de Sonnaville
Karmijn de Sonnaville
Herkunft: Holland, 1960er Jahre, Züchter P. de Sonnaville
Baumbeschreibung: breitkronig, groß
Wuchsstärke: stark
Blüte: mittelfrüh, sehr frostempfindlich
Pflückreife: Mitte September
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, fest, Fruchtschale häufig berostet, Deckfarbe kräftig rot.
Geschmack: sehr wohlschmeckend, zuckersüß, saftig, aromatisch, fein säuerlich
Ertragswert: mittelfrüh, sehr hoch
Krankheitsanfälligkeit: etwas Krebs und Mehltau.
Kidds Orange
Kidds Orange
Herkunft: Neuseeland, 1912 von James Hutton Kidd gezüchtet.
Baumbeschreibung: kräftige, harmonisch wachsende Bäume
Wuchsstärke: stark
Blüte:
Pflückreife: September – Oktober
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, leicht konisch, gelb mit geflammter roter Deckfarbe.
Geschmack: knackig, frisch, sehr aromatisch
Ertragswert: früh und hoch
Krankheitsanfälligkeit: Obstbaumkrebs, resistent gegen Mehltau und Schorf.
Melrose
Melrose
Herkunft: Ooster / Ohio, USA 1932
Baumbeschreibung: lockerer Kronenaufbau, mittelgroß
Wuchsstärke: in der Jugend stark, dann nachlassend
Blüte: mittelspät, frosthart
Pflückreife: Oktober
Fruchtbeschreibung: mittelgroß, schwach kantig, Grundfarbe gelb, Deckfarbe flächig rot mit orangenen Streifen.
Geschmack: saftig, fruchtig, süß, aromatisch
Ertragswert: früh, hoch, regelmäßigKrankheitsanfälligkeit: Schalenbräune
Zabergäurenette
Zabergäurenette
Herkunft: als Zufallssämling 1885 in Hausen a.d. Zaber / Baden Württemberg entstanden.
Baumbeschreibung: anfangs steil, später flacher wachsende Äste, Krone breit und flachkugelig.
Wuchsstärke: mittelstark bis stark
Blüte: mittelspät, genügend frosthart
Pflückreife: Mitte – Ende Oktober
Fruchtbeschreibung: kugelförmig abgeflacht, Grundfarbe gelbgrün, mit zimtfarbenem Rost überzogen, daher rauhschalig, sonnenseits vereinzelt weinrot.
Geschmack: mäßig saftig, feinfruchtig, sehr aromatisch, süßsäuerlich.
Ertragswert: früh, regelmäßig, später alternierend
Krankheitsanfälligkeit: Schorf, Monilia und Krebs auf schweren und nassen Böden.