Birnen
Hier findest du eine Auflistung der Birnensorten in meiner Baumschule. Durch Klicken auf die Sortennamen kannst du dir den Steckbrief der einzelnen Sorten anschauen. Moderne Marktsorten wirst du hier nicht finden. Die jüngste ist 1894 gezüchtet worden; die Älteste schon um 1800.
Alexander Lucas
Alexander Lucas
Herkunft: Frankreich um 1870, von Alexander Lucas im Wald bei Orleans gefunden.
Baumbeschreibung: Krone hochpyramidal, Leitäste schräg, auch waagerecht
Wuchsstärke: zunächst mittelstark, später schwach
Blüte: mittelfrüh, frostempfindlich, triploid
Pflückreife: Ende September – Anfang Oktober. Unbedingt vor der Reife ernten, da nicht windfest.
Fruchtbeschreibung: mittel- bis sehr groß, stumpf kegelförmig, glockig. Fruchtfleisch gelblichweiß.
Geschmack: saftig, halb schmelzend, sehr wohlschmeckend, mild süß, schwaches Aroma.
Ertragswert: hoch und regelmäßig
Krankheitsanfälligkeit: für Feuerbrand und Viren. Wenig Schorfanfällig.
Conférence
Conférence
Synonym: ‚Konferenzbirne‘
Herkunft: England 1894, Baumschule Rivers.
Baum: Wuchs mittelstark, Krone breitpyramidal. Auffallend lange spitze graugrüne Blätter. Sehr fruchtbare Sorte. Blüht früh und ist ein guter Befruchter. Wenig schorfempfindlich, aber anfällig für Bakterienbrand. Empfindlich gegen Spätfrost.
Standort- und Klimaansprüche: nährstoffreiche, warme, genügend feuchte Böden. Sehr wärmeliebend.
Pflückreife: Mitte bis Ende September.
Genussreife: Mitte bis Ende September. Sehr druckempfindlich.
Lagereigenschaft: Im Normallager bis Ende November. Im Kühllager bei 0C° bis Februar-März..
Geschmack: schmelzend, sehr saftreich, süß mit leicht würziger Säure. Verwendung: Tafelbirne zum Frischverzehr.
Gräfin von Paris
Gräfin von Paris
Synonym: ‚Comtesse de Paris‘
Herkunft: Frankreich 1882. Züchter ist William Fourcine (Gärtner) aus Dreux. Er widmete sie der Comtesse von Paris.
Baum: mittelstarker Wuchs mit breitpyramidaler Krone, geringe Tendenz zu Verzweigungen. Frühe Blüte, die etwas Frostanfälligkeit bedeutet. Früher Ertragseintritt und regelmäßig hohe Ernten. Der Baum ist wenig schorfanfällig.
Standort- und Klimaansprüche: wärmste, geschützte Lagen und guter Boden sind Voraussetzung für vollreife Früchte.
Pflückreife: nicht vor Ende Oktober. Sehr spät ernten.
Genussreife: Dezember bis Februar.
Lagereigenschaft: ImNormallager bis Februar. Gute Lagerfestigkeit.
Geschmack: süß. Saftig, würzig, erlesener Geschmack. Verwendung: Tafelbirne, sowie für Kompott und Saft.
Josephine von Mecheln
Josephine von Mecheln
Synonym: ‚Josephine de Malines‘
Herkunft: 1830 durch Major Esperen von Mecheln in Belgien aus Samen gezogen und nach seiner Ehefrau benannt. Die Sorte war in Mitteleuropa einst eine weit verbreitete Tafelbrine.
Baum: Schwach und eher sparrig wachsender Baum, der eine breitpyramidale Krone bildet. Das Laub verfärbt sich im Herbst in charakteristischem Silberton. Anfangs aufrecht, später waagerecht und hängend, mit langen Fruchtruten. Holz beachtlich frosthart.
Wenig krankheitsanfällig.
Standort- und Klimaansprüche: nährstoffreiche, warme und genügend feuchte Böden. Ansonsten anspruchslos. Breit anbaufähig, auch in Kaltlagen.
Pflückreife: Ende Oktober bis Anfang November.
Genussreife: Dezember bis März.
Lagereigenschaft: Im Normallager bis Februar-März ohne zu welken. Im Kühllager bei -1C° gut 4-6 Monate.
Geschmack: vollschmelzend, sehr saftig, süß, zuckermelonenartig, süßweinig, feines Aroma.
Verwendung: Tafel- und Kompottbirne.
Köstliche von Charneu
Köstliche von Charneu
Herkunft: um 1800 in Lüttich, Belgien in einer Hecke gefunden. Synonym: Bürgermeisterbirne (Hamburg)
Baumbeschreibung: sehr hohe, schlanke Bäume mit ausgeprägtem Mitteltrieb und eher kurzen, gebogenen Gerüstästen (Straßenbaum).
Wuchsstärke: stark, Mitteltrieb sehr stark
Blüte: mittelfrüh, etwas frostempfindlich
Pflückreife: Mitte September – Anfang Oktober
Fruchtbeschreibung: mittelgroß bis groß, grüne, später gelbe Grundfarbe, rotbackig, starke braungrüne Schalenpunkte. Gelblich weißes, feinzelliges Fruchtfleisch.
Geschmack: sehr saftig, schmelzend, kräftig süß, schwach sauer, würzig.
Ertragswert: früh, mittelhoch, fast regelmäßig
Krankheitsanfälligkeit: mäßig schorfanfällig.
Madame Verté
Madame Verté
Synonym: ‚Besi de Caen‘
Herkunft: Belgien, 1810. Züchter ist Kevers, Samenzüchter aus St. Josseten-Noode bei Brüssel.
Baum: Schwachwachsend mit breitpyramidaler, ausladender Krone. Gute Verzweigungstendenz, gute Frosthärte. Ertragsbeginn mittelfrüh und dann regelmäßige Ernten. Geringanfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Standort- und Klimaansprüche: kalte trockene Böden sind ungeeignet. Ansonsten breit anbaufähig und anspruchslos.
Pflückreife: Mitte bis Ende Oktober. Erst bei Baumreife.
Genussreife: Ende November bis Mitte Januar
Lagereigenschaft: Im Normallager bis Januar. Laufend kontrollieren, weil die Frucht von innen her teigig wird. Im Kühllager bei 0C° 5-6 Monate.
Geschmack: saftig, süß, fein weinsäuerlich, zartes bis kräftiges Aroma, vorzüglich im Geschmack.
Verwendung: Tafel- und Kompottbirne.