Süßkirschen

Hier findest du eine Auflistung der Sükirschsorten in meiner Baumschule. Durch Klicken auf die Sortennamen kannst du dir den Steckbrief der einzelnen Sorten anschauen. Moderne Marktsorten wirst du hier nicht finden. Die Züchtungszeiten erstrecken sich von 1800 bis 1930. Besonderes Augenmerk bei der Sortenauswahl habe ich auf frühe Reifezeit und eine helle Fruchtschale gelegt. Dies hat den Grund, dass frühe Sorten weniger von Vögeln (Staren usw.) gefressen und die gelbbunten Kirschen weniger von der Kirschfruchtfliege befallen werden, als ihre schwarzbunten Vertreter.

Dönissens Gelbe

Dönissens Gelbe

Herkunft: um 1820 in Guben a.d. Neiße gefunden

Baumbeschreibung: breite, relativ dichte Krone, Äste sparrig, auch waagerecht wachsend.

Wuchsstärke: stark

Blüte: sehr spät, wenig frostgefährdet, selbstunfruchtbar

Befruchtersorten: Büttners, Schneiders Späte

Pflückreife: 4. – 5. Kirschwoche (Juli)

Fruchtbeschreibung: klein, gelb reif

Geschmack: angenehm würzig süß mit wenig Säure, steinlösend.

Ertragswert: früh, regelmäßig hoch, durch die gelbe Frucht gibt es kaum Vogelfraß

Krankheitsanfälligkeit: Monilia, durch die gelbe Farbe keine Kirschfruchtfliege

Garrns Bunte

Garrns Bunte

Herkunft: Einst im Alten Land verbreitet, vor 1930 entstanden

Baumbeschreibung: rotbunte Frühsorte, sehr gesunder Baum, starker, auffallend hängender Wuchs. Krone breitkugelig und dicht verzweigt

Wuchsstärke: +

Blüte: früh bis mittelfrüh, vor dem Blattaustrieb, selbststeril

Befruchtersorten:

Pflückreife: 3. Kirschwoche (Mitte Juni)

Fruchtbeschreibung: gelbrote Frucht, relativ platzfest und lang am Baum hängend

Geschmack: süßsäuerlich, aromatisch, für eine Frühsorte relativ fest

Ertragswert: robuster MassenträgerKrankheitsanfälligkeit: wenig für Monilia.

Kronprinz von Hannover

Kronprinz von Hannover

Herkunft: von Baumschulenbesitzer Lieke zu Hildesheim, 1854

Baumbeschreibung: frühe rotbunte („helle“) aromatische Herzkirsche. Weniger Vogelfraß als bei dunklen Sorten.

Wuchsstärke: +

Blüte:

Befruchtersorten:

Pflückreife: 2. -3. Kirschwoche

Fruchtbeschreibung: Grundfarbe gelb, Deckfarbe rote Punktierung

Geschmack: zart süß, gewürzreich, weich

Ertragswert:

Krankheitsanfälligkeit:

Kunzes Herzkirsche

Kunzes Herzkirsche

Herkunft: Deutschland, um 1800 am Kyffhäuser entstanden. Vor allem im südlichen Niedersachen im Streuobst vorkommend.

Baumbeschreibung: Wuchs stark, Krone breitpyramidal. Sehr robuste und reichtragende rotbunte Frühkirsche. Keine windige Lage, hohe Bodenansprüche. Lokalsorte, begrenzt als Tafelkirsche nutzbar, Brennfrucht.

Wuchsstärke: +

Blüte: früh, selbstunfruchtbar (selbststeril)

Befruchtersorten: Große schwarze Knorpel, Kordia, Summit, Hedelfinger, Stella, Sweetheart.

Pflückreife: 2. – 3. Kirschwoche (15. Mai – 15. Juni)

Fruchtbeschreibung: Weniger Vogelfraß als bei dunklen Sorten. Mittelgroß, gelbrot, regenempfindlich, Saft nicht färbend, hoher Zuckergehalt, gering transportfähig.

Geschmack: sehr weich, saftig, süß, aromatisch

Ertragswert: früh, reich, regelmäßig

Krankheitsanfälligkeit: wird als Frühsorte nicht von der Kirschfruchtfliege befallen.

Lucienkirsche

Lucienkirsche

Herkunft: stammt vom Gut Alt-Lüneburg bei Bremerhaven, ca. 1806

Baumbeschreibung: Wuchs kräftig, Baum sehr gesund, Krone breit, kugelig, Leitäste schräg aufwärts, Seitenholz sehr stark mit Fruchtholz besetzt, verträgt noch rauhe Lagen, gute Brennsorte.

Wuchsstärke: +

Blüte: mittelfrüh, sehr frost- und witterungsunempfindlich, selbstunfruchtbar (selbststeril)

Befruchtersorten: ist auf die Fremdbefruchtung durch 1-2 andere Sorten angewiesen.

Pflückreife: 4. Kirschwoche (Ende Juni – Anfang Juli)

Fruchtbeschreibung: mittelgroße rotbunte Herzkirsche, Büschelbehang, Grundfarbe trübgelb, Deckfarbe sonnenseits rötlich, witterungsempfindlich.

Geschmack: süß, weich, mittel-aromatisch, saftreich.

Ertragswert: sehr früh, außerordentlich sicher, sehr regelmäßig, Massenträger.

Krankheitsanfälligkeit:

Maibigarreau

Maibigarreau

Herkunft: Um 1900 im Provinzialobstgarten in Diemitz bei Halle/S. ausgelesen. Heute sehr selten geworden, in Norddeutschland nahezu unbekannt.

Baumbeschreibung: Krone hochkugelig, Leitäste steil aufrecht, Seitenholz reich besetzt mit Bucket-Fruchtholztrieben, Blätter gesund, etwas hängend.

Wuchsstärke: +

Blüte: mittelspät, klein. Selbstunfruchtbar (selbststeril).

Befruchtersorten: Büttners, gr. Prinzessin, Hedelfinger, Kassins, Schneiders, Germersdorfer. Intersteril (nicht befruchtungsfähig) mit Kunzes, Ampfurter.

Pflückreife: 2. – 3. Kirschwoche (Anfang – Mitte Juni)

Fruchtbeschreibung: mittelgroß bis sehr groß, hellgelb mit hellroter Sonnenseite, regen- und windempfindlich, Saft nicht färbend.

Geschmack: süß, aromatisch, weich, Säuregehalt harmonisch.

Ertragswert: spät, ab 5. – 6. Standjahr, regelmäßig sehr hoch

Krankheitsanfälligkeit: etwas Fruchtmonilia

Schubacks frühe Schwarze

Schubacks frühe Schwarze

Herkunft: Obsthof Schuback im Alten Land, vor 1930

Baumbeschreibung: ziemlich gesunde Bäume, breit aufrechter, sparriger Wuchs. Kleinfrüchtige, aber reich und regelmäßige Frühsorte.

Wuchsstärke: +

Blüte:

Befruchtersorten:

Pflückreife: 2. – 3. Kirschwoche

Fruchtbeschreibung: schwarze Herzkirsche mit stark färbendem Saft, mittelmäßig platzfest.

Geschmack: süß, mittel-aromatisch, mit leichtem Bitterton, weich

Ertragswert: hoch, als Tafel- und Brennkirsche geeignet.

Krankheitsanfälligkeit: etwas Triebmonilia.

Zum Feldes frühe Schwarze

Zum Feldes frühe Schwarze

Herkunft: Stade bei Hamburg, Altes Land

Baumbeschreibung: Baum robust und gesund, frostresistent, verlangt reichhaltige Düngung (hohe Bodenansprüche).

Wuchsstärke: +

Blüte: früh. Selbstunfruchtbar (selbststeril)

Befruchtersorten: ist auf die Fremdbefruchtung durch 1-2 andere Sorten angewiesen.

Pflückreife: 2. – 3. Kirschwoche (Mitte – Ende Juni)

Fruchtbeschreibung: mittelgroß, tiefschwarz, regenfest (platzfest)

Geschmack: eine der aromatischsten Frühkirschen, viel Süße, ausgeprägte Säure, weich

Ertragswert: reich und sicher.

Krankheitsanfälligkeit: